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Vergesst das Leben nicht!Freitag, 19. März 2010
Royston Maldoom, der Choreograph aus dem Projekt und Dokumentarfilm rhythm is it war am Donnerstag zu Gast im DAI. Er hat seine Autobiographie Tanz um dein Leben geschrieben, deswegen war er zum Gespräch eingeladen. Gleich nach der Buchvorstellung in Berlin ist er zu uns nach Heidelberg gekommen.
Er hat seine Partnerin aus dem Berliner Projekt mitgebracht, Jacalyn Carley, selbst ausgebildete Tänzerin, die aber dann zum Schreiben kam, bis sie wieder von Royston Maldoom für sein Community Dance (so der Überbegriff für seine Art der Projekte) geholt wurde. Sie haben gemeinsam diese Autobiographie geschrieben, und mir scheint, sie verstehen sich blendend. Beide können deutsch, deswegen wurde das Gespräch auf Deutsch gehalten, mit britischen Einsprengseln. Er hat natürlich zwei Passagen aus seinem Buch vorgelesen. Die erste, wie er zum Tanzen kam, und die zweite war die Beschreibung seines äthiopischen Projekts (dazu gab es ganz am Anfang eine filmische Einleitung). Die beiden haben sehr gerne von Roystons Projekten erzählt. Er geht ja nicht nur in Schulen, sondern auch in Kirchen oder Gefängnisse. Oder er arbeitet mit Langzeitarbeitslosen. Hautsache, benachteiligte Leute, denen er zum Leben verhilft durch den Tanz. Der Gesprächsleiter fragte ihn, ob er sich als Sozialarbeiter sehe. Nein, sagte er, er war immer politisch, er war immer links, und diese Art der Arbeit reizt ihn. Klar, sieht er das Soziale als wichtig an, aber als Sozialarbeiter sieht er sich nicht. Das macht auch einen Teil seines Erfolges aus. Als Beispiel brachte er ein Projekt in einem Gefängnis. Da gab es viele Angebote, alle mit sozialem Hintergrund. Nur seines nicht. Er suchte einfach Tänzer, nichts weiter. Und die Frauen haben sich gemeldet. Sie wollten sich einfach mal wohl fühlen, einfach mal leben. Und nicht schon wieder ihren Hintergrund beleuchtet haben oder sonst etwas. Das hat mich an die Mahnung aus den 30 goldenen Regeln (das war die 30te) einer Website für die Partner von Opfern sexueller Gewalt erinnert. Daran wird eindrücklich daran erinnert, das Leben nicht zu vergessen. Eine Kissenschlacht zu machen, Spiele zu spielen, was auch immer. Die letzte der goldenen Regeln, und daher wohl auch die wichtigste: Vergesst das Leben nicht! Glaube - Liebe - HoffeDienstag, 30. Juni 2009
Das hört sich witzig an, nicht wahr?
Eigentlich heisst das "Glaube, Liebe, Hoffnung" und stammt aus dem 1. Korinther 13,13: Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die grösste aber von diesen ist die Liebe. Das "Hoffe" ist ein Wortspiel, und soll sowohl Hoffnung bedeuten als auch Hoffenheim. Die FeG Hoffenheim will einen christlichen Fussballfanclub gründen, und dieses Motto tragen sie auf ihren T-Shirts. Ein christlicher Fanclub ist keine Neuerfindung der Hoffenheimer, in Deutschland gibt es die schon, auch auf Bundesliga-Ebene, etwa in Hamburg. Zur ersten Versammlung war auch ein Vertreter aus Hamburg da und hat von den (guten) Erfahrungen berichtet. Nun sind die Hoffenheimer weiter am Machen, der nächste Versammlungstermin ist am 04. Juli in der FeG. Wen das neugierig gemacht hat und interessiert, kann unter der e-mail-Adresse Glaube Punkt Liebe Punkt Hoffe at web Punkt de mehr erfahren. Kann man sich gut merken, nicht? Europa war ein AlphamädchenDienstag, 2. Juni 2009
Das stand neulich auf einem Plakat. Ich hatte nichts verstanden, der Titel ging mir aber nicht mehr aus dem Sinn. Klar stehen gerade die Europaparlamentswahlen an, aber man kann den Kontinent doch nicht als Alphamädchen bezeichnen!
Wobei die Alphamädchen mir wiederum ein Begriff sind. Das ist eine Gruppe junger Feministinnen, benannt nach einem Buch von Susanne Klingner "Wir Alphamädchen". Sie betreiben zusammen ein Blog, die Mädchenmannschaft. Aber zusammensetzen konnte ich das alles nicht. Also habe ich mich an Tante Guugel gewandt. Diese hat mir gesagt, dass "Europa ist ein Alphamädchen" der Titel einer Veranstaltung ist (die Veranstaltung ist leider schon vorbei, ich habe das Plakat zu spät entdeckt). Und zwar von Franziska Brantner und Susanne Klingner. Franziska Brantner ist die Kandidatin der Grünen für den Europarat, und zwar ist sie die Kandidation unserer Region. Da habe ich sie gleich mal angemailt. Ich habe sie gefragt, was mit "Europa" in dem Titel gemeint war. Beides war gemeint, sowohl der Kontinent als auch die mythologische Figur. Es sollte ein Wortspiel sein. Ein Wortspiel, dass daran erinnern soll, was die Anfänge von Europa waren und gemahnen soll, wo wir jetzt stehen. Denn in der Europäischen Integration sei schon viel für die Frauen getan worden (Lohngerechtigkeit in den Römischen Verträgen, Antidiskriminierungsschutz maßgeblich durch den Amsterdamer Vertrag). Aber das sei ins Stocken geraten, durch konservative Kräfte sowohl im Europaparlament als auch im Ministerrat. Dagegen wollen die Grünen und sie, Franziska Brantner, als deren Vertreterin angehen. Europa soll wieder ein Alphamädchen werden (Petition zum EU-Antidiskriminierungsgesetz). "Europa war ein Alphamädchen" vollständig lesen Bürgerentscheid zum Neckarufertunnel?Freitag, 22. Mai 2009
Gerade habe ich es in der Zeitung gelesen, dass die SPD einen Bürgerentscheid zum Neckarufertunnel überlegt.
Nicht schlecht. Der Neckarufertunnel ist so ungefähr DAS Lieblingsprojekt unseres Oberbürgermeisters Würzner. Und eine Menge Parteien unterstützen ihn hierbei. So sehr, dass ich gar nicht weiss, was ich wählen soll bei den Kommunalwahlen. Zehn Parteien sind es, mindestens sieben davon unterstützen den Neckarufertunnel. Womit das Wahlvolk selbst nicht gerade einverstanden ist. So ein Bauprojekt in Heidelberg, ojemine. Es ist immer schlimm hier, wenn gebaut wird, eine Strasse wegen einer Veranstaltung gesperrt wird und so. Stau noch und nöcher. Wie sieht es dann erst mit dem Bau des Tunnels aus? Dann die Kosten. Erstens werden sie sowieso in die Höhe gehen (das haben die Kosten solcher Bauprojekte so an sich) und zweitens, kann sich Heidelberg das überhaupt leisten? Wird das Geld nicht dringender (und besser) woanders gebraucht? Wie sieht es mit der Finanzkrise aus, wie wird sich die auf den Stadtsäckel auswirken? Das ist doch noch ungeklärt! Eine Freundin von mir, steht eigentlich fest hinter der CDU, wird sich deswegen diesmal sehr überlegen, was sie diesmal wählt. Würzner ist Die SPD will abwarten, ob das Land einen Zuschuss zum Neckartunnel gibt. Dann erst wird sie einen Antrag auf Bürgerentscheid stellen. Ein Bürgerentscheid wäre schon toll. christl. Musik aus der heidelberger RegionFreitag, 16. Januar 2009
Hannah Lawrence ist eine amerikanische Singer-Songwriterin, so würden wir das ausdrücken. Sie macht christliche Musik und will damit hier in Deutschland missionieren. Ihren Stil beschreibt sie selbst als "wie Sonne aus Los Angeles, Kaugummi aus Nashville und ein Touch schräges Seattles oben drauf...wenn man sich immer noch nichts drunter vorstellen kann wie eine Mischung aus Norah Jones, Aimee Mann, Joni Mitchell, und Jewel".
Wen das neugierig gemacht hat, der kann bei ihr auf myspace reinhören (myspace ist was für Musiker, dort sind ganz viele versammelt und geben Kostproben von ihrem Können). Sie kam zuerst nach München, war dann in Siegen und ihre letzte Station war nun die Calvary Chapel Heidelberg. Dort haben wir uns getroffen und angefreundet. So habe ich ihr zum Beispiel bei der CD Release Party für ihre letzte CD Gegenwart letztes Jahr geholfen. Nun haben wir uns dieser Tage zusammengesetzt und Hannahs ersten Podcast produziert. Wenn Ihr reinklickt, seht Ihr ihn in der Liederliste. Einfach draufklicken, dann kommt es. Wie sie darin ankündigt, wird sie öfters so einen Podcast zusammenstellen. Vielleicht gefällt Euch ja ihre Musik und Ihr würdet Ihr gerne Feedback geben bei ihren weiteren Entwicklungen? Dafür ist dieser Podcast gedacht. Dabei ist mir aufgefallen: Ich habe die reinste Radiostimme. Unglaublich.
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Ich musste sofort den Fotoapparat zücken, so schön fand ich das.
da möchte man sich doch glatt dazusetzen und eine Runde mithören.
leider erst so spät entdeckt, passt aber anhand der aktuellen Lage in [...]
:D
sehr schöne idee! in bremen gibt es nun auch einen christlichen fanclub. [...]