KategorienArchiveSucheBlog abonnierenAllgemeines |
Der Fashionpark in NusslochFreitag, 29. Mai 2009
Nussloch ist ein kleines Örtchen nahe Heidelberg gelegen. Oder, wem das nichts sagt, der Nachbarort von Leimen. Ja, der Nachbarort von dem Bum-Bum-Boris-Ort. Nu, da gibt es den sogenannten Fashionpark, der Betty-Barclay-Fabrikverkauf. Da habe ich auch schon einen schicken Blazer gekauft, um einiges günstiger als er ursprünglich gekostet hat.
Und dieser Fabrikverkauf, der ist nun sehr bekannt. Der ist sogar bis zu Mario Barth gedrungen. Schaut her: Lavazza-Werbung an den HaltestellenFreitag, 12. Dezember 2008
Lavazza ist ein italienischer Kaffee mit der Werbung der besonderen Sorte. Oder auch nicht? Man sieht sie eigentlich immer in den Lavazza-Läden. Grossflächige Plakate mit schönen Menschen (meist Frauen) im Adams- und Evakostüm oder in abenteuerlichen Verkleidungen.
Nun haben sie die Heidelberger Haltestellen erobert. Wenn das das ganze Jahr so geht, dann bekomme ich einen zu viel, denn das sind die Bilder aus dem Kalender 2009. Im Moment hängt die Verballhornung der Wölfin von Rom rum, die angeblich Romulus und Remus gesäugt hat. (Kalenderblatt für Januar-Februar.) Äääähhhh. Ich weiss nicht, wie ich das zu interpretieren habe. Sehen kann ich es nicht mehr. Ich habe mir das Plakat angeguckt. Die Frau hat zarte Unterwäsche an!!!!!!! Häääää? Da hat allenfalls die Hautfarbe was mit dem Kaffee zu tun. Und der Hintergrund, der ist römisch. Das ist das Kolosseum. Bloss gab's damals noch keinen Kaffee. Ich bin dabei, den Kalender durchzugucken. Eine nackte Frau, die in der gefüllten Spaghettischüssel liegt. Kaffeetasse in der Hand. (Das ist September-Oktober.) Was lehrt mich das? Eine Frau im blauen Abendkleid, der der Busen aus der Corsage rutscht, Kaffeetasse in der Hand, auch ihr Begleiter. Was soll mir das sagen? (Das ist Juli-August.) Das Kalenderblatt für Mai-Juni zeigt eine Verballhornung von Da Vinci. Eine Frau im schwarzen, glänzenden Body steht - Kaffeetassen in den Händen - in einer seitliche aufgestellten Kaffeetasse. Was hat das für eine Aussage? Ausser, dass da Vinci Italiener war? Wird uns das noch das ganze Jahr verfolgen? Es ist schliesslich ein Kalender! Ich hoffe nicht. Aus den Tiefen des Waldes ...Freitag, 12. September 2008
Auf dem Weg zum Supermarkt fasziniert mich jedes Mal diese Werbung:
Warum? Hier haben die Werber einem klassischen Produkt "Mineralwasser aus den Schwarzwald" ein absolut jugendgerechtes Image gegeben. Es hat schon etwas archaisches wie die schwarzhaarige Frau aus den Tiefen des Waldes kommt, um uns Black Forrest still zu bringen. Echt Cool. Der Hersteller von Black Forest ist übrigens die Peterstaler Mineralquellen GmbH, was schon viel klassischer klingt. Kein Feierabendkrimi: Ausstellung über Polizeifotografie in MannheimMontag, 10. März 2008Wenn man sich für Fotografie interessiert, ist es auf den ersten Blick eine ganz harmlose Idee, eine Ausstellung mit dem Titel "SPURENSUCHE . Polizeifotografie Mannheim 1946 – 1971" zu besuchen. Dann kommen die ersten Bedenken, ob dort nicht auch schreckliche Fotos gezeigt werden, wie wir sie mittlerweile in jedem Feierabendkrimi zu sehen bekommen. Um das aber wirklich rauszufinden, hilft nur der Besuch der Ausstellung in Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Die Ausstellung ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Zum Beispiel Mobilität, in der Bilder von Autounfällen und einem Zugunglück gezeigt werden. Oder Straßen und Häuser (genauer Titel ist mir leider entfallen...), in der die Orte der Verbrechen gezeigt werden. Alle Bereiche sind mit einer Einleitung versehen, in der der Autor die fotografischen Aspekte der Fotos lobt. Hier wurde mir schon etwas gruselig: die Fotos zeigen Unfälle, Verbrechen und Morde. Sie eignen sich kaum für eine ästhetische Erörterung. Der Autor muss ziemlich abgebrüht sein ... Bei den Tatwaffen kann man dann unter anderem zwei Messer sehen, die für Tötungsdelikte verwendet wurden. Auch wenn die Fotos nur Schwarz-Weiß sind, wirkt das Blut am Messer erschreckend. Und das verbogene Küchenmesser erzählt alleine schon eine grausame Geschichte. Leider sind durch die Einteilung der Fotos in Rubriken die einzelnen Kriminalfälle über mehrere Wände verteilt und aus dem Zusammenhang gerissen. Einzig beim Geldtransporterüberfall in der Mannheimer Innenstadt wird eine komplette Kriminalgeschichte mit historischen Zeitungsauschnitten erzählt. Alles fügt sich zu einem Gesamtbild zusammen und wird damit zum spannendsten Teil der Ausstellung. - Die Bilder der Mordopfer sind übrigens in den hinteren Teil der Ausstellung verbannt. Und wer wie ich schon genügend gegruselt und schockiert ist, der kann sie sich ersparen. Ob man sich die Ausstellung anschauen (antuen) möchte, muss jeder für sich entscheiden. So einfach wie ein Feierabendkrimi lässt sie sich nicht konsumieren. Auch die Schwarz-Weiß-Fotografie und der zeitliche Abstand, lassen nicht vergessen, das es sich um reale Verbrechen handelt, unter denen Menschen gelitten haben oder bei denen sie ihr Leben gelassen haben. Wenn Heidelberger nach Mannheim fahren ... Zum Schluss noch etwas Lustiges: Auf dem Plakat für die Ausstellung wird ein Heidelberger Auto gezeigt, das einen Unfall in Mannheim hatte. Das ist wirklich eine kleine Gemeinheit unter Nachbarn. Da möchte man am liebsten mal in alten Zeitungen nachschauen, was Mannheimer alles in Heidelberg anstellen.
Geschrieben von kg
in Unterwegs
um
20:09
| Kommentare (3)
| Trackback (1)
Tags für diesen Artikel: Mannheim, Polizeifotografie
Heidelberg im RolliSamstag, 12. Januar 2008
Elisabeth sitzt im Rollstuhl. Sie ist eine der vielen Rollstuhlfahrer, die zu Heidelbergs Stadtbild gehören. Mitunter gehen diese Rollstuhlfahrer sehr akrobatisch mit ihrem Gerät um. Elisabeth hat einen E-Rolli, mit dem sie sich in der Öffentlichkeit fortbewegt und sie ist in keiner Weise eine von den Rollstuhlakrobaten.
Busfahren ist problematisch. Die einen haben eine Rampe nur in der Mitte des Busses. Der Bus muß sich dazu neigen und die Rampe muß man, wenn ich das richtig verstanden habe, selbst ausfahren. Solche Busse gehen also nicht. Zumal Elisabeth weiß, daß schon Rampen gebrochen sind. Es gibt noch andere Busse. Die haben eine Rampe beim Fahrer vorne. Der muß die Rampe ablassen. Sie sollte möglichst ebenerdig aufliegen, aber das tut sie oft nicht, oft ist sie abschüssig. Elisabeth bekommt dabei panisch Angst, aus dem Rollstuhl zu kippen. Auch andere Rollstuhlfahrer, gibt der Mann von der rnv Auskunft, haben sich darüber schon beschwert. Von den Straßenbahnen wollen wir erst gar nicht reden, da stimmt die Höhe des Bahnsteigs in aller Regel nicht. Durch Elisabeth lerne ich Heidelberg neu kennen. Im Kaufhof ist die einzige rolligerechte Toilette weit und breit. Einkaufspassagen sind gut, weil die Restaurants dort keine Treppe haben. Die meisten Restaurants haben hier in Heidelberg eine Treppe oder Schwelle vor dem Eingang. V.a. im Winter macht sich das schmerzhaft bemerkbar. Elisabeth hält es nicht aus, wenn sie in ihrem liebsten Café unter lauter Rauchern sitzen muß. Aber rein geht nicht, da ist eine Schwelle. Unüberwindbar. Und wenn Ihr mich fragt: Drin ist es wahrscheinlich zu eng für den Rolli. Ein Phänomen, das auch die Auswahl an Supermärkten und Einkaufsläden einschränkt: Die Enge der Regale. Der Rolli paßt einfach nicht dazwischen. Ständig muß sie aufpassen, daß sie nichts mit sich reißt, weil der Rolli zu sperrig ist. Sie ist daran gewöhnt, Verkäufer zu bitten, ihr Ware nach draußen zur Begutachtung zu bringen. Die Regale im Supermarkt sind selbstverständlich zu hoch, ganz normal, Leute darum zu bitten, irgendwelche Waren aus den unerreichbaren Regalen zu holen. Die Erkundung neuer Wege ist schwierig. Unsereins nimmt wie selbstverständlich alle neuen Wege. Wir können uns höchstens verlaufen, aber unüberwindbare Bordsteine oder angstmachende Neigungen des Weges, Wurzeln, ... kennen wir nicht. Ja, wenn schon Rolli, dann muß man - zumindest in Heidelberg - Rollstuhlakrobat sein.
(Seite 1 von 2, insgesamt 10 Einträge)
» nächste Seite
Competition entry by David Cummins powered by Serendipity v1.0 |
StichwörterBlogroll
|


Neue Kommentare
Ich musste sofort den Fotoapparat zücken, so schön fand ich das.
da möchte man sich doch glatt dazusetzen und eine Runde mithören.
leider erst so spät entdeckt, passt aber anhand der aktuellen Lage in [...]
:D
sehr schöne idee! in bremen gibt es nun auch einen christlichen fanclub. [...]