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löslicher Kaffee im Alten HallenbadDienstag, 19. März 2013
Die Sonne hat ein bisschen rausgespickt, da habe ich mich auf den Balkon des Alten Hallenbades gesetzt, vor mir einen koffeinfreien Milchkaffee.
Das war kurios mit dem Kaffee. Der Barmensch musste erst eine Etage höher gehen, um den zu holen. Hat er gemacht, kam mit einer Tupperdose zurück. Mit dem Kaffee drin. Das waren dann nicht etwa Bohnen, das war Granulat. Ich wunderte mich schon. In dem Granulat lagen auch noch zwei Löffel. Mit denen schöpfte er mir mehrere Löffel ins Glas. Also war das sofort löslicher Kaffee. Und Milchkaffee im Glas? Vielleicht ist das der originale Latte macchiato? Nach Männerart? Schön Milchschaum hatte ich aber. Der Strohhalm steckte in der Mitte fest, kippte nicht um. Das ist Milchschaum. (Den Witz mit dem Strohhalm im Milchschaum leiste ich mir öfter, das erinnnert so an starken Kaffee, in dem der Löffel nicht umkippt.) Ich habe mich auf den Balkon gesetzt mit meinem Milchkaffee und noch ein bisschen Sonnenstrahlen aufgesogen. (Die Sonne schafft es heute immer wieder, die Wolkengebirge zur Seite zu schieben.) Und umgeguckt habe ich mich. Auf dem grossen Platz vor dem Urban Kitchen wurde geputzt, alles frühlingsfein gemacht. Ja, wir sind alle in Erwartung des Frühlings. Irgendwann muss er doch kommen! Wir putzen schon mal, dass alles bereit ist, wenn er da ist. Bisschen Markt ist da draussen auch. Das musste ich knipsen in Erinnerung an den Fotokurs mit Gülay Keskin. Sie erzählte uns, sie müsse partout immer Marktszenen knipsen. Und wenn es die 1000ste ist und die abertausendste. Sie kommt einfach nicht dran vorbei. Das Bild ist vom Balkon aus geknipst, durchs Geländer - das sind so Milchglasscheiben oder was auch immer - hindurch auf die schön bunten, gekochten Eier. Das fotografische Auge schulen - ein FotokursMontag, 11. März 2013
Ein Fotokurs, in den man keine Spiegelreflexkamera schleppen muss, in dem man auch nicht die technischen Finessen/Grundlagen seiner Kamera kennenlernt. Dagegen ein Fotokurs, in dem man an sich selbst arbeitet, am eigenen fotografischen Auge.
Das hat mich angezogen. Ich werde nie grossartige Fotoausrüstung haben, weil ich so ein bisschen nebenbei fotografiere. Das lohnt keinen allzu grossen Aufwand, denn die Ausrüstung muss benutzt werden (schon allein, um damit umgehen zu lernen). Dagegen den eigenen Blick zu schulen, das finde ich sehr wichtig. Damit lässt sich mit einfacher Ausrüstung (und auch sonst) gute Ergebnisse erzielen. Die Heidelberger Kunstfotografin Gülay Keskin gab - im Rahmen eines vhs-Kurses - diese Schulung. Wir waren ein kleiner Kreis, sassen im Halbkreis um sie und ihren Schreibtisch herum. Zuerst besprachen wir, was so ein Foto ausmacht - Belichtung etwa, Beleuchtung, goldener Schnitt, ... -, um dann das Gelernte auf unsere Bilder anzuwenden. Jeder von uns sollte eine Auswahl an Bildern mitbringen. Ich Depp hatte nicht auf das Wörtchen "Auswahl" in der Kursausschreibung geachtet und einfach die Bilder von meiner Kamera auf einen USB-Stick gezogen. Das bringt nichts. Also musste mein flickr-Account herhalten. Thorsten hatte wunderbar grosse Abzüge im DIN-A4-Format. Kathrin brachte Abzüge im normalen Fotoformat. Marisa und ich hatten unseren USB-Stick und Bahar (Bahar, falls Du das liest, korrigiere mich, falls ich den Namen falsch geschrieben habe!) dachte erst, sie habe vergessen, ihre Bilder mitzubringen, besann sich dann aber auf Facebook. Dieses gemeinsame Betrachten der Bilder hilft sehr, aus dem eigenen Sumpf herauszukommen. Noch dazu das gemeinsame Betrachten mit Leuten, die sich alle um Fotos bemühen. Das ist was anderes als Leute aus dem eigenen Umfeld, relativ unbedarfte Betrachter. Und es ist etwas anderes als Fotokalender, Bildbände und dergleichen von Profifotografen anzugucken. Davon finde ich schwer lernen, weil alles schon perfekt zu sein scheint. Wir haben alle dazu gelernt und Anregungen mitgenommen. Ich zum Beispiel hätte nie gedacht, dass ich so viel Chaos fotografiere. Es stimmt, ich bin nicht immer hochkonzentriert beim Fotografieren und natürlich kann nicht jedes Bild top sein, aber dass ich so viele Bilder habe, bei denen einfach zuviel drauf ist, viel zu viel Zeug, das vom Eigentlichen ablenkt, das war mir nicht aufgefallen. Werde ich mich in Zukunft mehr anstrengen müssen. Das Gute ist, ich bringe auch klasse Bilder hin, wie das Schwarz-Weisse und das mit den Zwillingen bei ihrer Musik. lahmgelegte StrassenbahnenMontag, 21. Januar 2013
Wir haben Blitzeis.
Der Mann, mit dem zusammen ich gestern auf den Ersatzbus wartete, behauptete, das habe es in Heidelberg schon Ewigkeiten nicht mehr gegeben. Wenn überhaupt. Wir haben (mittlerweile hoffentlich hatten) Blitzeis. Blitzeis nicht nur auf dem Boden (da nicht einmal so sehr; die Autos konnten noch fahren und streuen musste ich auch nicht), sondern v.a. in der Luft: An den Oberleitungen der Strassenbahnen, sodass diese nicht mehr fahren konnten. Seit Sonntag abend nicht mehr. Meine Füsse wurden eiskalt beim Warten auf den Ersatzbus. (Das schrie nach warmem Fussbad.) Auch heute vormittag fuhren die Ersatzbusse. Es war als hätten wir tiefstes Schneechaos. Dabei ist es nicht einmal so sehr kalt, nur eben dieses Blitzeis an den Leitungen. Sonderbares Gefühl, wenn die Strassenbahnen nicht fahren. Was sonst in ein paar Minuten erledigt ist, konnte gut und gerne eine halbe Stunde oder länger dauern (ich habe die Uhr nicht kontrolliert, aber es dauerte lang - wie auch meine Füsse vermeldeten). Ich hatte den Eindruck, viele versuchten zu Hause zu bleiben, denn der Bismarckplatz war nicht so voll wie er sein könnte. Gerade mit einer Orchesterkollegin telefoniert wegen des Fahrens zur Orchesterprobe. Die meinte, sie werde rumtelefonieren, ob die Probe überhaupt stattfinde. Ob unser Dirigent überhaupt käme? Er kommt aus Mannheim, aber die Oberleitungen der S-Bahnen sind genauso betroffen. Und was machen die Orchesterkollegen aus höheren Lagen, wie etwa die, die in Ziegelhausen wohnen? Lohnt sich da eine Probe überhaupt? Wir werden sehen. Fez auf der Bühne - Giora Feidman und Gitanes BlondesSonntag, 4. November 2012
Hach! Wunderbarer Abend. Giora Feidman und das Ensemble Gitanes Blondes. "Very Klezmer". Hach! Da kam der Traum vom Profimusiker hoch. Ich würde so gerne mit denen auf der Bühne musizieren! Nicht einfach bloss "Donna, Donna" im Publikum mitsingen. Auf der Bühne mit den anderen Fez machen.
Beeindruckt war ich vom Kontrabassisten. Ihr seht ja auf dem Bild, wie er in die Musik versunken ist und wie er sie geniesst. Heissa, wie seine Finger geflogen sind! Dabei ist ein Kontrabass ja kein so leichtgängiges Instrument wie etwa die Geige. Die tiefen Saiten des Kontrabass sprechen viel langsamer an. Faszinierend. Herbst im AltklinikumDonnerstag, 25. Oktober 2012So wunderschönes Gelb, dahinter das alte Gemäuer. Es lud nicht nur zum Staunen und Knipsen, sondern auch zum Bearbeiten mit dem Ölfilter ein. Im Altklinikum (Vossstrasse in Bergheim) sitze ich gerne bei der Caféteria (bei der Sammlung Prinzhorn) draussen. Die Stühle sind für den Winter verpackt, aber schöne Holzbänke laden weiterhin zum Sitzen ein. Der Heimweg hat mich über die Hautklinik geführt. Durch die Tür der Sammlung Prinzhorn durch ein bisschen neben dem Hauptweg. Wunderbar!
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