Royston Maldoom, der Choreograph aus dem Projekt und Dokumentarfilm
rhythm is it war am Donnerstag zu Gast im
DAI. Er hat seine Autobiographie
Tanz um dein Leben geschrieben, deswegen war er zum Gespräch eingeladen. Gleich nach der Buchvorstellung in Berlin ist er zu uns nach Heidelberg gekommen.
Er hat seine Partnerin aus dem Berliner Projekt mitgebracht, Jacalyn Carley, selbst ausgebildete Tänzerin, die aber dann zum Schreiben kam, bis sie wieder von Royston Maldoom für sein Community Dance (so der Überbegriff für seine Art der Projekte) geholt wurde.
Sie haben gemeinsam diese Autobiographie geschrieben, und mir scheint, sie verstehen sich blendend.
Beide können deutsch, deswegen wurde das Gespräch auf Deutsch gehalten, mit britischen Einsprengseln.
Er hat natürlich zwei Passagen aus seinem Buch vorgelesen. Die erste, wie er zum Tanzen kam, und die zweite war die Beschreibung seines äthiopischen Projekts (dazu gab es ganz am Anfang eine filmische Einleitung).
Die beiden haben sehr gerne von Roystons Projekten erzählt. Er geht ja nicht nur in Schulen, sondern auch in Kirchen oder Gefängnisse. Oder er arbeitet mit Langzeitarbeitslosen. Hautsache, benachteiligte Leute, denen er zum Leben verhilft durch den Tanz.
Der Gesprächsleiter fragte ihn, ob er sich als Sozialarbeiter sehe. Nein, sagte er, er war immer politisch, er war immer links, und diese Art der Arbeit reizt ihn. Klar, sieht er das Soziale als wichtig an, aber als Sozialarbeiter sieht er sich nicht.
Das macht auch einen Teil seines Erfolges aus. Als Beispiel brachte er ein Projekt in einem Gefängnis. Da gab es viele Angebote, alle mit sozialem Hintergrund. Nur seines nicht. Er suchte einfach Tänzer, nichts weiter. Und die Frauen haben sich gemeldet. Sie wollten sich einfach mal wohl fühlen, einfach mal leben. Und nicht schon wieder ihren Hintergrund beleuchtet haben oder sonst etwas.
Das hat mich an die Mahnung aus den 30 goldenen Regeln (das war die 30te) einer Website für die Partner von Opfern sexueller Gewalt erinnert. Daran wird eindrücklich daran erinnert, das Leben nicht zu vergessen. Eine Kissenschlacht zu machen, Spiele zu spielen, was auch immer.
Die letzte der goldenen Regeln, und daher wohl auch die wichtigste: Vergesst das Leben nicht!
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Ich musste sofort den Fotoapparat zücken, so schön fand ich das.
da möchte man sich doch glatt dazusetzen und eine Runde mithören.
leider erst so spät entdeckt, passt aber anhand der aktuellen Lage in [...]
:D
sehr schöne idee! in bremen gibt es nun auch einen christlichen fanclub. [...]